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Putzzeug fürs Pferd: Diese Grundausstattung gehört in jede Putzbox

Pferd wird mit einer Bürste geputzt
Aktualisiert am Lesezeit ca. 4 Min.

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Putzen ist weit mehr als Saubermachen. Beim täglichen Putzen entdeckst du kleine Verletzungen, Zecken oder Schwellungen, bevor sie zum Problem werden. Die Massage mit dem Striegel regt die Durchblutung an, und für viele Pferde ist die gemeinsame Zeit vor dem Reiten ein wichtiger Teil der Beziehung. Damit das gut klappt, brauchst du keine 30 Bürsten – aber die richtigen.

Die Grundausstattung: Was wirklich in die Putzbox gehört

WerkzeugWofür?Tipp
GummistriegelLockert Schmutz und lose Haare, massiertnur an bemuskelten Partien, nicht an Kopf und Beinen
WurzelbürsteGrober, angetrockneter Schmutz, Beineharte Borsten, auch für die Hufwand
KardätscheStaub aus dem Fell, Feinarbeitnach jedem Strich am Striegel abstreifen
HufkratzerHufe auskratzenmit Bürste für die Strahlfurchen
Mähnen-/SchweifbürsteLanghaar entwirrennicht reißen, von unten nach oben arbeiten
SchwämmeAugen, Nüstern, Aftergetrennte Schwämme verwenden
SchweißmesserWasser und Schweiß abziehennach dem Waschen oder Abspritzen

In welcher Reihenfolge putzt man ein Pferd?

  1. Hufe auskratzen – am besten zuerst, dann landet der Dreck nicht im frisch geputzten Fell. Kratze immer vom Ballen Richtung Hufspitze und säubere die seitlichen Strahlfurchen gründlich.
  2. Striegeln – in kleinen, kreisenden Bewegungen über Hals, Schulter, Rücken, Bauch und Kruppe. Knochige Stellen, Beine und Kopf lässt du aus.
  3. Wurzelbürste – für Beine und hartnäckige Matschplacken, in Haarwuchsrichtung.
  4. Kardätsche – in kurzen Strichen mit der Haarwuchsrichtung. Zwischendurch an Striegel oder Boden abstreifen, damit der Staub nicht zurück ins Fell wandert. Mit der weichen Kardätsche darfst du auch vorsichtig an Kopf und Beine.
  5. Mähne und Schweif – erst mit den Fingern grob entwirren, dann bürsten. Ein Pflegespray erleichtert das Durchkämmen.
  6. Augen und Nüstern – mit einem feuchten Schwamm. Für den Afterbereich nimmst du einen eigenen Schwamm.
Putzen als Gesundheitscheck

Achte beim Putzen auf warme oder geschwollene Stellen, Scheuerstellen von Sattel und Gurt, kleine Wunden und Zecken. Was dir auffällt, notierst du am besten – so erkennst du Veränderungen früher.

Bewährte Einzelbürsten

Wer sein Putzzeug Stück für Stück zusammenstellt, bekommt meist bessere Qualität als in Komplettsets. Diese Bürsten haben sich bewährt:

Kerbl Gummistriegel ovalKerbl

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Der Klassiker zum Lösen von Schmutz und losen Haaren – kostet wenig und hält jahrelang.

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Animalon CareFlex Massage-StriegelAnimalon

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Biegsamer Noppenstriegel mit Klettband, der sich an Rundungen anschmiegt – angenehm für empfindliche Pferde und für die eigenen Handgelenke.

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Equimour Kardätsche mit HolzrückenEquimour

Kardätsche mit Holzrücken

Weiche, dichte Borsten für Staub und die feinen Partien an Kopf und Beinen – sauber verarbeitet mit Lederimitat-Schlaufe.

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Naturfaserbürste aus deutscher Fertigung, innen hart und außen weich – eine gute Allround-Bürste zwischen Wurzelbürste und Kardätsche.

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Equimour Wurzelbürste mit HolzkörperEquimour

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Harte Borsten für angetrockneten Matsch an Beinen und Körper – taugt auch zum Säubern der Hufwand vor dem Einölen.

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Animalon Mähnen- & SchweifbürsteAnimalon

Mähnen- & Schweifbürste

Runde Bürste mit gleichmäßiger Zahnung, die Knoten löst, ohne viele Haare auszureißen.

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Bei der Kardätsche lohnt sich Qualität besonders: Dichte, weiche Borsten nehmen Staub deutlich besser auf als günstige Modelle mit wenigen, steifen Borsten. Für sensible Pferde ist ein flexibler Massagestriegel* angenehmer als der klassische Gummistriegel.

Hufkratzer

Ein guter Hufkratzer ist stabil, liegt sicher in der Hand und hat eine Bürste für die Sohle. Der Haas Huf-Duo* ist sehr robust, der Animalon Hufkratzer* die günstige Alternative. Mehr zur Hufpflege erfährst du in unserem Ratgeber Hufpflege.

Nach dem Waschen

Nach dem Abspritzen im Sommer oder nach schweißtreibender Arbeit ziehst du mit einem Schweißmesser* das Wasser aus dem Fell. So trocknet das Pferd schneller – im Herbst und Winter hilft zusätzlich eine Abschwitzdecke.

Die richtige Putzbox

Eine Putzbox sollte stabil, gut zu tragen und leicht zu reinigen sein. Für Gemeinschaftsställe ist ein Schloss Gold wert.

Unser Tipp
Kerbl Putzbox AluSafe
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Robuste Alu-Box mit Schaumstoffpolsterung, verstellbaren Trennwänden und Schloss – gut für Gemeinschaftsställe und Turniere.

  • abschließbar
  • Trennwände frei versetzbar
  • Tragegurt
  • Alu verkratzt sichtbar
Preis-Tipp
Waldhausen Putzbox ECO
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  • recycelter Kunststoff
  • Schnappverschluss abschließbar
  • ohne Polsterung

Komplettsets: Sinnvoll für Einsteiger und Kinder

Für Kinder oder als Geschenk sind gefüllte Putzboxen praktisch. Die Bürsten sind meist kleiner und passen gut in Kinderhände – Profis werden aber früher oder später einzelne Bürsten nachkaufen.

Für Kinder
Covalliero Kinder-Putzbox, 8-teilig befüllt
Covalliero

Kinder-Putzbox, 8-teilig befüllt

Kompakte Box mit Hufkratzer, Striegel, Schwamm, drei Bürsten und Becher mit Pinsel – ein vollständiger Einstieg für kleine Reiterinnen.

  • komplett befüllt
  • kindgerechte Größe
  • Bürsten eher Einsteigerqualität

Etwas hochwertiger und mit einer Kardätsche mit Rosshaaranteil ist die MagicBrush Putzbox WaterLily*. Eine weitere Variante ist das Pfiff Putzset im verschließbaren Eimer* – der Eimer taugt später als Wasser- oder Leckerli-Eimer.

Bürsten richtig reinigen

Bürsten sammeln Staub, Hautschuppen und Keime. Klopf sie nach jedem Putzen aus und wasch sie etwa einmal im Monat mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife. Mit den Borsten nach unten trocknen lassen, damit kein Wasser in den Bürstenkörper zieht. Wenn ein Pferd eine Hautpilzerkrankung hat, bekommt es eigenes Putzzeug, das danach gründlich desinfiziert wird.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich mein Pferd putzen?

Vor jedem Reiten, damit unter Sattel und Gurt keine Scheuerstellen entstehen. Pferde auf der Weide, die nicht geritten werden, freuen sich trotzdem über regelmäßige Pflege – ein gewisser Schmutz- und Fettfilm schützt aber auch vor Regen.

Brauche ich für jedes Pferd eigenes Putzzeug?

Ideal ist das, weil so Hautkrankheiten nicht übertragen werden. Gerade in großen Ställen ist eigenes Putzzeug pro Pferd sinnvoll.

Was ist der Unterschied zwischen Kardätsche und Wurzelbürste?

Die Wurzelbürste hat harte Borsten für groben Schmutz, die Kardätsche weiche, dichte Borsten, die Staub aus dem Fell holen. Beide ergänzen sich.

Unser Fazit

Für den Start reichen Gummistriegel, Wurzelbürste, Kardätsche, Hufkratzer, Mähnenbürste und zwei Schwämme. Investiere vor allem in eine gute Kardätsche und eine stabile Putzbox – damit macht das tägliche Putzen deutlich mehr Freude.

Titelbild: Foto: Phil Sangwell from United Kingdom, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (zugeschnitten)

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