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Wenn es draußen dunkel, nass und kalt wird, braucht es Motivation, um nach Feierabend noch in den Stall zu fahren. Umso wichtiger ist es, dass du dabei nicht frierst. Gute Winterausrüstung macht den Unterschied zwischen „schnell wieder heim“ und einer entspannten Reitstunde. Hier erfährst du, wie du dich sinnvoll anziehst und welche Anschaffungen sich wirklich lohnen.
Das Zwiebelprinzip im Sattel
Beim Reiten wechseln Bewegung und Stillstand ständig: Beim Putzen und im Schritt frierst du, im Trab und Galopp kommst du ins Schwitzen. Mehrere dünne Schichten sind deshalb besser als eine dicke Jacke.
- Basisschicht: Funktionsunterwäsche aus Merino oder Kunstfaser leitet Schweiß ab. Baumwolle bleibt nass und kühlt aus.
- Wärmeschicht: Ein Fleece- oder Softshell-Pullover, der beim Reiten nicht aufträgt.
- Außenschicht: Eine wind- und wasserabweisende Reitjacke mit Gehschlitzen hinten, damit sie im Sattel nicht spannt.
Eine lange Jacke oder ein Nierenwärmer schützt den unteren Rücken. Gerade beim leichten Sitz rutscht kurze Kleidung schnell hoch.
Thermoreithosen und Winterleggings
Die Reithose ist das Kleidungsstück mit der größten Wirkung, weil die Oberschenkel im Sattel kaum Bewegung haben und schnell auskühlen. Thermoreithosen haben eine angeraute Fleece-Innenseite und meist einen wasser- oder windabweisenden Oberstoff.
Vollbesatz oder Kniebesatz? Silikon-Vollbesatz gibt mehr Halt im Sattel und ist bei Dressur- und Freizeitreitern beliebt. Kniebesatz bietet mehr Bewegungsfreiheit für den leichten Sitz beim Springen. Im Winter, wenn du viel im Schritt reitest, ist Vollbesatz für viele angenehmer.
Winter-Reithose Fleece
Wasserabweisende Außenseite, Plüsch-Fleece innen und Silikon vom Knie bis zum Gesäß – sehr warm für den Preis.
- wasserabweisend
- 3 Reißverschlusstaschen
Die Baleaf-Winterreithose kombiniert eine wasserabweisende Außenseite mit Plüsch-Fleece innen und hat drei Reißverschlusstaschen – praktisch für Handy und Schlüssel.
Winter-Reitleggings mit Fleece
Reitleggings mit Silikon-Vollbesatz und angerauter Fleece-Innenseite, hoher Bund und Handytasche.
- warm
- Vollbesatz
- Handytasche
- bei Dauerregen nicht wasserdicht
Wer lieber Reitleggings trägt, bekommt bei FitsT4 eine gefütterte Variante mit hohem Bund und Handytasche. Für die Übergangszeit gibt es dieselbe Leggings auch ungefüttert*.
Warme Füße: Stiefel und Socken
Kalte Füße entstehen meist durch zu enge Schuhe und Nässe. Zieh deshalb keine dicken Socken in deine normalen Stiefel – das drückt die Blutgefäße ab. Besser:
- Thermostiefel mit herausnehmbarem Innenschuh, zum Beispiel der Covalliero Thermoreitstiefel*, der trotz dicker Isolierung in den Steigbügel passt.
- Reitsocken aus Merino oder Baumwolle mit flachen Nähten, etwa die Pramoda Reitsocken*.
- Stiefel nicht im kalten Auto lassen: Vorgewärmte Schuhe machen viel aus.
Mehr zu Stiefeln, Chaps und Stiefeletten liest du in unserem Ratgeber Reitstiefel und Stiefeletten.
Hände: Gefühl trotz Kälte
Bei den Händen ist der Kompromiss zwischen Wärme und Zügelgefühl am schwierigsten. Gefütterte Reithandschuhe wie der Roeckl Roeck-Grip Winter* halten erstaunlich warm, ohne zu dick zu sein. Bei Frost helfen wiederverwendbare Handwärmer* in den Taschen – vor dem Reiten kurz in die Handschuhe gelegt, starten die Finger warm. Weitere Modelle findest du im Ratgeber Reithandschuhe.
Kleine Helfer für dunkle Wintertage
LedlenserStirnlampe H8R
Fokussierbare Akku-Stirnlampe mit bis zu 600 Lumen – für dunkle Winterabende auf Paddock und Weide.
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ThermosThermobecher Stainless King 0,47 l
Absolut dichter Edelstahlbecher, der Tee oder Kaffee etwa 7 Stunden heiß hält – ein Lebensretter an kalten Stalltagen.
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LifesystemsWiederverwendbare Handwärmer (2 Stück)
Knick-Handwärmer, die bis zu 45 Minuten wärmen und sich im Kochtopf regenerieren lassen.
Bei Amazon ansehen*- Stirnlampe: Auf dem Weg zur Koppel, beim Hufe-Auskratzen im Dunkeln oder bei der Kontrolle auf dem Paddock unverzichtbar. Ein Rotlicht-Modus blendet das Pferd weniger.
- Thermobecher: Ein heißer Tee nach dem Reiten wärmt von innen. Ein dicht schließender Becher übersteht auch die Fahrt in der Stalltasche.
- Reflektierende Ausrüstung: Wer im Winter ausreitet, ist oft in der Dämmerung unterwegs. Leuchtwesten für Reiter und Gamaschen mit Reflektoren fürs Pferd erhöhen die Sichtbarkeit deutlich.
Und das Pferd?
Nicht jedes Pferd braucht im Winter eine Decke – ein gesundes, ungeschorenes Pferd mit Winterfell kommt mit Kälte oft besser zurecht als wir. Anders sieht es bei geschorenen, alten oder kranken Pferden aus. Wann eine Decke sinnvoll ist und welche Art, erklären wir in unserem Ratgeber Pferdedecken. Nach dem Reiten im Winter lohnt sich eine Abschwitzdecke*, damit das Pferd nicht verschwitzt auskühlt.
Häufige Fragen
Ab welcher Temperatur sollte man nicht mehr reiten?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Entscheidend sind Bodenverhältnisse und Pferd: Auf gefrorenem, unebenem Boden oder bei Glätte ist Reiten draußen gefährlich. In der Halle sind Minusgrade für ein gesundes Pferd meist kein Problem, solange es langsam aufgewärmt wird.
Wie verhindere ich kalte Füße im Steigbügel?
Weite, isolierte Stiefel, keine zu dicken Socken, vorgewärmte Schuhe und zwischendurch die Füße bewegen. Manche Reiter nutzen zusätzlich Thermosohlen.
Ist eine Thermoreithose wasserdicht?
Meist nur wasserabweisend. Bei Dauerregen hilft ein Regenreitrock, der Beine und Sattel bedeckt.
Setze beim Reiten im Winter auf mehrere dünne Schichten, eine gefütterte Reithose und ausreichend weite Thermostiefel. Eine Stirnlampe und ein Thermobecher machen dunkle Stallabende deutlich angenehmer.
Titelbild: Foto: Simo Räsänen, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons






